Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste

Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste strukturieren durch ihre Verbindung zu verschiedenen Bereichen und Zyklen des Lebens unseren Alltag. Die ständige Wiederholung führt zu gemeinsamen Erinnerungen und Erfahrungen und trägt damit zur Bildung von Identität und sozialer Sicherheit bei.

Zu gesellschaftlichen Praktiken, Ritualen und Festen zählen beispielsweise

Die UNESCO sieht gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste vor allem durch Prozesse wie Migration, Individualisierung oder Globalisierung Veränderungen ausgesetzt. Dennoch ist es gefährlich, voreilige Schlüsse über deren Verlust zu ziehen. Auch wenn Menschen sich fernab ihrer Heimat nicht mehr in ihrer gewohnten sozio-kulturellen Umwelt befinden, sind es gerade die gesellschaftlichen Praktiken, Rituale und Feste ihrer Heimat, anhand derer sie sich ihrer Identität versichern.

Ähnlich ambivalent wird in diesem Zusammenhang das Phänomen des Tourismus gesehen. Der (Markt-)Wert immateriellen Kulturerbes kann zweifelsohne durch die touristische Nutzung von gesellschaftlichen Praktiken, Ritualen und Festen gehoben werden, auf der anderen Seite besteht dadurch auch die Gefahr ihrer ungewollten Veränderung.

Ein respektvoller Umgang und die Anerkennung der Vielfalt von gesellschaftlichen Praktiken, Ritualen und Festen sind Maßnahmen, die ihre kontinuierliche Fortführung unterstützen.