Immaterielles Kulturerbe in Österreich

Implementierung in Österreich

Mit dem Inkrafttreten des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes im April 2006 begleitete die Österreichische UNESCO-Kommission den Ratifizierungsprozess in Österreich und ist seit dem offiziellen Beitritt Österreichs im Jahr 2009 für die nationale Umsetzung des Übereinkommens betraut.

Ihre zentralen Aufgaben sind Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung für die Erhaltung, Vermittlung und Förderung des immateriellen Kulturerbes in Österreich zu schaffen und ein Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich zu erstellen.

Die Österreichische UNESCO-Kommission:

Den thematischen Schwerpunkt bildet derzeit das Themengebiet „Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum“, einer der fünf Bereiche, den die Konvention im Zusammenhang mit immateriellem Kulturerbe identifiziert.

Die Österreichische UNESCO-Kommission setzt damit den Fokus in der Auseinandersetzung mit der Thematik neben dem Bereich der bei uns etablierten „Volkskultur“ (regionale Lied-, Musik-, Tanz- und Erzählkultur etc.) bewusst auch auf lokales, über Generationen gesammeltes Erfahrungswissen. Gerade in Zeiten von Klimawandel und Globalisierung kann eine solche Vertiefung Impulse für die Rolle des Individuums im globalen Prozess setzen.


Gefördert wird die Umsetzung des Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes in Österreich aus Mitteln des Bundeskanzleramtes Österreich / Kultur sowie des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.