Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich

Pinzgauer Tresterertanz der Salzburger ALPINIA

Antragsteller: GTEV ALPINIA Salzburg vertreten durch Erwin Laubichler
Bundesland: Salzburg
Bereich: Darstellende Künste
Aufnahmejahr: 2013

Beim Pinzgauer Tresterertanz handelt es sich um eine regionale Sonderform des Schönperchtenlaufens. Der Rundtanz mit Hüpf- und Stampfschritten in typischen Kostümen wird jährlich am 5. Jänner, dem Perchtenabend vor Dreikönig, bei einbrechender Dunkelheit als Umlaufbrauch von Haus zu Haus, in den Bauernhöfen der Umgebung der Stadt Salzburg, aufgeführt. Der Besuch der Tänzer und Musiker ist eine Auszeichnung und erfolgt unangekündigt. Der Vortänzer informiert die Hausleute zunächst über den Brauch, indem er im typischen Tanzschritt einen Achter läuft. Der Tresterertanz besteht aus zwei Tanzteilen – einem Tanzteil ohne und einem mit Musik. Die Menschen verbinden mit den Tresterern ein gutes Omen für das neue Jahr und bedanken sich mit einer Gabe.

Die genaue Herkunft des Pinzgauer Tresterertanzes ist nicht bekannt. Das Wort „trestern“ (stampfen, einmaischen) geht zurück auf die Praxis des Austretens der Maischens (Austreten der Trauben) und verweist auf den Südrand der Alpen, wo über den Krimmler Tauern ins Südtiroler Ahrntal und schließlich nach Venedig und Genua eine große Fernhandelsroute verlief. Entlang dieser entstanden bis ins 18. Jahrhundert Zentren des Kulturaustausches. Um 1909/10 wurde der Tresterertanz in Krimml vom „Touristen-Geselligkeits-Club Alpinia“ entdeckt und 1912 zum ersten Mal aufgeführt.

Die Rundtänze mit Lauf- und Stampfschritten stellen eine Weiterentwicklung von Tänzen des Mittelalters und der Renaissance dar und beinhalten Teile ihres Figuren- und Kostümrepertoires. Die begleitenden Kostüme, welche sich aus Kopfschmuck und Brokatanzügen zusammensetzen, gehen auf venezianische Maskenaufzüge zurück.

Die Tradition des Tresterertanzes wird von dem Verein "Alpinia Tresterer Salzburg“ getragen und bewahrt.Der Tresterertanz wird am 5. Jänner abends in den Bauernhöfen der Umgebung der Stadt Salzburg aufgeführt. Ihr Besuch ist überraschend, der Vortänzer informiert die HausbesitzerInnen über den Brauch, indem er im typischen Tanzschritt einen Achter läuft. Der Tresterertanz besteht aus zwei Tanzteilen ohne und einem Tanzteil mit musikalischer Begleitung. Die Menschen verbinden mit den Tresterern ein gutes Omen für das neue Jahr und bedanken sich mit einer Gabe.

Der traditionelle, mündlich überlieferte Tanzschritt wurde von Richard Wolfram um 1942 im Wiener Phonogrammarchiv mit einem Pinzgauer Tänzer aufgezeichnet.


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