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Immaterielles Kulturerbe

Bräuche, Wissen, Handwerkstechniken  
Foto: © UNESCO/James Muriuki

Österreichisches Verzeichnis

Seit dem Beitritt Österreichs zum Übereinkommen ist die Österreichische UNESCO-Kommission mit der Erstellung eines nationalen Verzeichnisses des immateriellen Kulturerbes in Österreich  betraut. Jede gelistete Tradition trägt in ihrer Individualität dazu bei, über die Bundeslandgrenzen hinaus die kulturelle Vielfalt und den großen Reichtum an lebendigem Kulturerbe in Österreich verständlich zu machen.  
Bewerbungen werden ganzjährlich entgegen genommen. Nähere Informationen zum Bewerbungsablauf und zu den Kriterien finden Sie hier.

Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes in Österreich

Innviertler Landler

Innviertler Landler

Die Geschichte des Innviertler Landlers ist untrennbar mit den Innviertler Zechen verbunden. Diese waren ursprünglich bäuerliche Burschenkameradschaften, die im Zechentanz – einer Kombination aus Tanz (die „Eicht“), Musik, Dichtung und Gesang – künstlerische Leistungen hervorbrachten. Die Melodie, der spezielle, angehängte Jodler („Almer“) und der „verzogene“ Rhythmus im ¾-Takt machen den Innviertler Landler zu einer spezifischen Spielform innerhalb der österreichischen Ländlerfamilie.
Rudentanz in Sierning

Rudentanz in Sierning

Seit 200 Jahren wird am Faschingsdienstag der Sierninger Rudenkirtag abgehalten, an dem die Traunviertler Ruden (Gruppen von ca. vier bis acht Tanzpaaren) ihren Landler darbieten. Neben Musik und Tanz wird dabei besonderes Augenmerk auf die jedes Jahr neugedichteten Gstanzln (gesungene achtzeilige Reime) gelegt, die durch ihre spöttischen sowie kritischen Anspielungen auf lokale, nationale und globale politische wie gesellschaftliche Ereignisse als „moralisches Korrektiv“ dienen.