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Welterbe

Kultur- und Naturerbestätten mit außergewöhnlichem universellem Wert  
Foto: © Alexander Eugen Koller

Die Welterbe-Liste

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167 Länder - 1.092 Stätten

Das Welterbe ist eine Erfolgsgeschichte. Die von der UNESCO geführte Welterbeliste umfasst aktuell 1.092 Stätten aus 167 Ländern. Davon sind 845 Kultur- und 209 Naturstätten. Weitere 38 Stätten gehören als gemischtes Welterbe sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Die Liste ist ein Spiegel des vielfältigen Reichtums an globalem Kultur- und Naturerbe, das es gilt, nachhaltig zu schützen und zu bewahren. Österreich ist mit 10 Welterbestätten auf der Liste vertreten.

Weltkulturerbe

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Zum Weltkulturerbe gehören Baudenkmäler, Stadtensembles und Kulturlandschaften, aber auch Industriedenkmäler und Kunstwerke wie Felszeichnungen.

Weltkulturerbestätten sind einzigartige Zeugen der Kulturgeschichte der Menschheit und als solche mannigfaltig in ihren Eigenschaften und Formen: so finden sich auf der Welterbe-Liste ganze Stadtzentren (z.B. City of Bath in Großbritannien),  Gebäude bzw. Gebäudekomplexe (z.B. die Villa Tugendhat in Brno/Tschechien), einzelne Monumente (etwa die Freiheitstatue in New York) oder ganze Kulturlandschaften (z.B. das kubanische Valle de Viñales), die durch menschliche Eingriffe geprägt und geformt wurden. Sie zeugen von herausragendem künstlerischen oder architektonischen Schaffen, wie etwa das Taj Mahal in Agra oder die rumänischen Moldauklöster, Meisterleistungen der Technik, wie die Windmühlenanlagen im niederländischen Kinderdijk oder die österreichische Semmeringbahn oder von untergegangen Zivilisationen, wie etwa die Stätten der Maya, Azteken und Inka in Mittel- und Südamerika.

Welterbestätten repräsentieren allerdings nicht nur die ruhmreichen Seiten des menschlichen Handelns und Schaffens. So bezeugen andere Stätten wiederum die Abgründe und Gräuel der menschlichen Geschichte, wie etwa Schauplätze des Sklavenhandels (z.B. Gorée Island/Senegal) oder das ehemalige Vernichtungslager Ausschwitz-Birkenau als Mahnmal des nationalsozialistischen Genozids. 


Weltnaturerbe

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Das Weltnaturerbe umfasst momentan 209 Naturerscheinungen, Gebiete und Orte, die den natürlichen Reichtum der Erde sowie ihre biologische und geologische Vergangenheit widerspiegeln und aufgrund ihrer wissenschaftlichen Bedeutung oder ihrer herausragenden Schönheit von außergewöhnlichem unviersellen Wert sind.

So zählen komplexe Ökosysteme, wie das Great Barrier Reef vor der Australischen Küste, die Everglades in Florida oder die Galapagosinseln (Equador) zum Weltnaturerbe, aber auch Schutzreservate für bedrohte Tier und Pflanzenarten, etwa der Virunga Nationalpark (DR Kongo), oder die Panda-Schutzgebiete in der chinesischen Region Sichuan. Spektakuläre Naturphänomene, wie die Iguazú-Wasserfälle (Argentinien/Brasilien) oder das Monarch Butterfly Biosphere Reserve in Mexico sind ebenso Teil des Natuerbes der Menschheit, wie die Namib Wüste in Namibia, die gewaltigen Gletscher des argentinischen Nationalparks Los Glaciares oder das Huang Shang Gebirge in China.

Darüber hinaus finden sich auch außergewöhnliche geologische oder geophysikalische Formationen und Erscheinungen, wie etwa der Grand Canyon in den USA, die vulkanischen Landschaften der Äolischen Inseln vor der Küste Silziliens, oder die slowenischen Höhlen von Škocjan auf der Liste des Weltnaturerbes, sowie bedeutende Fossilienfundstätten, die bedeutende wissenschaftliche Kenntnisser über die Erdgeschichte liefern, wie etwa die Grube Messel in Deutschland oder der kanadische Dinosaur Provincial Park.


Kultur und Natur: Gemischte Stätten

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Stätten, die sowohl Kriterien für Kulturerbe als auch für Naturerbe erfüllen, werden als gemischte Güter ("mixed property")in die Welterbeliste eingschrieben. Beispiele hierfür sind die Ruinen von Tikal in Guatemala, die nicht nur wertvolle archäologische Zeugen der Maya-Kultur sind, sondern auch von Regenwäldern mit reicher Biodiversität umgeben sind. Auch die Wildnis von Tasmanien ist als gemischtes Gut gelstet, ebneso die berühmte Inka-Stadt Macchu Piccu in den peruanischen Anden.  Insgesamt gibt es aktuell 38 gemischte Welterbestätten.