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Presse

der Österreichischen UNESCO-Kommission  
Foto: © Colourbox.de / Eduardo

UNESCO veröffentlicht erste Entscheidungsentwürfe (draft decisions) für Welterbekomitee-Sitzung in Baku 2019

21.05.2019

Dem üblichen UNESCO-Procedere folgend, wurde heute der erste Teil der vorläufigen Entscheidungsentwürfe (draft decisions) für die diesjährige Sitzung des Welterbekomitees, die von 30. Juni - 10 Juli 2019 in Baku (Aserbaidschan) stattfinden wird, veröffentlicht. Blickpunkt Österreich: Österreich wird bei der Welterbesitzung in Baku aller Voraussicht nach mit dem ‚Donaulimes‘ eine elfte Welterbestätte erhalten. Die Großglockner Hochalpenstraße soll lt. Entscheidungsentwurf jedoch noch überarbeitet und zu einem späteren Zeitpunkt erneut eingereicht werden. Der Entscheidungsentwurf für das 'Historische Zentrum von Wien' wird voraussichtlich am 7. Juni veröffentlicht.

Das UNESCO Welterbe-Komitee, zusammengesetzt aus 21 gewählten Staaten, die im 4-jahres-Rhytmus wechseln, ist das entscheidende Gremium für das UNESCO-Welterbe. Es stimmt sowohl über Neuaufnahmen in die Welterbeliste, über Gefährdungen als auch über die etwaige Streichung von Stätten ab.

Draft Decisions – alljährliche Entscheidungsentwürfe für UNESCO Welterbekomitee-Sitzungen

Bei den Draft Decisions handelt es sich um Entscheidungsentwürfe bzw. Vorlagen für das Welterbekomitee in Bezug auf Neuaufnahmen von Stätten, gefährdete Stätten bzw. potenziell gefährdete Welterbestätten. Knapp eineinhalb Monate vor der Welterbekomitee-Sitzung werden diese Entscheidungsentwürfe (draft decisions) veröffentlicht, die bei der eigentlichen Sitzung dann bestätigt oder neu diskutiert werden.
Inhaltliche Basis für die Entscheidungen bei den UNESCO Welterbekomitee-Sitzungen bilden die Empfehlungen seitens ICOMOS (Weltdenkmalrat) sowie IUCN (Weltnaturschutzorganisation), in die u.a.
die jeweiligen Mission Reports und die Berichterstattung der Mitgliedstaaten mit einfließen.

UNESCO-Welterbekomitee-Sitzung 2019 - Österreich steht mit drei Themen auf der Tagesordnung:
- Neunominierung  „Donaulimes“
- Neunominierung „Großglockner Hochalpenstraße“
- das weitere Vorgehen hinsichtlich der auf der „Roten Liste“ des gefährdeten Welterbes
   befindliche  Welterbestätte „Historisches Zentrum von Wien“ (draft decision für 7. Juni  
   angekündigt)

Draft-Decisons für Österreich per 21. Mai 2019

Die Großglockner Hochalpenstraße wird aus heutiger Sicht dieses Jahr noch nicht in die Welterbeliste eingetragen – die vorläufige Entscheidung sieht ein „deferral“, also einen Aufschub vor, um entsprechende Nachschärfungen der Nominierung zu ermöglichen.

Mit dem „Donaulimes“ hingegen wird Österreich aller Voraussicht nach eine elfte Welterbestätte bekommen. Der „Donaulimes“ ist eine gemeinsame Einreichung von Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn. Es handelt sich hier um die archäologischen Überreste der ehemaligen Grenzbefestigung des antiken Römischen Imperiums entlang der Donau. Unter dem Übertitel „Grenzen des Römischen Reiches“ befinden sich bereits etwa der Hadrianswall (GB) oder der Obergermanisch-Rätische Limes (D) auf der Liste. Die Idee der UNESCO ist, die gesamte Grenze des Römischen Reiches unter ihren Schutz zu stellen.

Welterbekomitee-Sitzung 2019 in Aserbaidschan
Die nächste Sitzung des Welterbekomitees findet von 30. Juni bis 10. Juli 2019 in Baku, Aserbaidschan statt.

Links

Der „Donaulimes“ ist eine gemeinsame Einreichung für die Welterbeliste der Staaten Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn. Es handelt sich hier um die archäologischen Überreste der ehemaligen Grenzbefestigung des antiken Römischen Imperiums entlang der Donau.
© Paul Austen
Die vorläufige Entscheidung für die Einreichung "Großglockner Hochalpenstraße" sieht ein „deferral“, also einen Aufschub vor, um entsprechende Nachschärfungen der Nominierung zu ermöglichen.
© pixabay

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