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UNESCO

United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization  
Foto: © UNESCO / N. Houguenade

Aufgaben und Arbeitsweise

Die UNESCO hat das wohl breiteste Programmspektrum aller UN-Sonderorganisationen. Sie ist ein globales Forum der intellektuellen Zusammenarbeit auf folgenden Gebieten:

Alle vier Jahre erarbeitet die UNESCO ihr Programm (derzeit 2014–2017) und legt damit ihre Arbeitsschwerpunkte fest. Mittelfristige programmatische Strategien (derzeit 2014–2021) weisen der Organisation die Richtung. Die UNESCO ist ein Forum für die internationale Zusammenarbeit und für den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Ideen. Die UNESCO versteht sich entsprechend ihrer fünf Hauptaufgaben als Forum zur Lösung globaler Probleme, zur Schaffung von internationalen Standards und zum Aufbau von Kapazitäten, als Clearingstelle sowie als Drehscheibe für internationale Zusammenarbeit. Sie ist keine Entwicklungshilfeorganisation oder Agentur zur Projektförderung.

Oberstes Entscheidungsorgan der UNESCO ist die Generalkonferenz, in der jeder Mitgliedstaat mit einer Stimme vertreten ist. Sie tritt alle zwei Jahre zusammen und entscheidet alle vier Jahre über Programm und Haushalt der Organisation. Beschlüsse werden in der Regel im Konsens oder mit einfacher Mehrheit gefasst, für bedeutende Beschlüsse (Budgetfragen, Verfassungsänderungen) ist jedoch eine Zweidrittelmehrheit erforderlich.

Die Generalkonferenz wählt den Exekutivrat , der sich aus 58 Mitgliedstaaten zusammensetzt Der Exekutivrat ist das Steuerungs- und Aufsichtsorgan und überwacht die Durchführung des von der Generalkonferenz verabschiedeten Arbeitsprogramms.

Dem Sekretariat obliegt die praktische Umsetzung des UNESCO-Programms. An seiner Spitze steht seit November 2009 Generaldirektorin Irina Bokova. Hauptsitz des Sekretariats ist Paris, dazu kommen noch Außenstellen (Regionalbüros und Forschungseinrichtungen) in allen Weltregionen.

An der Umsetzung des UNESCO-Programms beteiligen sich weltweit nicht nur die Regierungen und die nationalen UNESCO-Kommissionen. Globale Interessen werden heute verstärkt von Nicht-Regierungs-Organisationen und Fachinstitutionen sowie der Zivilgesellschaft als treibender Kraft für nachhaltige Veränderungen vertreten. Zu diesen hat die UNESCO über die Jahre eine kontinuierlich wachsende Zusammenarbeit aufgebaut: Die 199 Nationalkommissionen, die offiziellen Partnerschaften mit 373 internationalen NGOs, die Assoziierung von wissenschaftlichen Einrichtungen – an die 100 UNESCO Kategorie 2 Institute und Zentren, über 670 UNESCO-Lehrstühle und über 10.000 Bildungseinrichtungen in 181 Ländern im Rahmen des UNESCO Associated Schools Programme, bezeugen dies.