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Wissenschafts- und Bioethik

Wo liegen die gesellschaftlichen Konsequenzen der Forschung?  
Foto: © Colourbox.de / Pressmaster

UNESCO Bioethik Programm

Das UNESCO-Bioethik Programm wurde 1993 ins Leben gerufen, um gemeinsame Werte und Maßstäbe zu finden, die auf ethischen und sozialen Fragen des globalen Wandels zu reagieren. Dazu hat die UNESCO drei Bioethik-Erklärungen verabschiedet:

  • Allgemeine Erklärung über das menschliche Genom und Menschenrechte (1997)
  • Internationale Erklärung über humangenetische Daten (2003)
  • Allgemeine Erklärung über Bioethik und Menschenrechte (2005)

Seit 2005 konzentriert sich die UNESCO darauf, die in diesen Erklärungen niedergelegten Prinzipien zu verbreiten, deren Anwendung zu fördern und sie im Detail weiter auszuarbeiten.

 Zur Unterstützung ihrer Arbeit hat die UNESCO zwei beratende Gremien zur Bioethik eingerichtet, das internationale Bioethik-Komitee, sowie das zwischenstaatlichen Bioethik Komitee.

Das internationales Bioethik-Komitee  (International Bioethics Committee, IBC) wurde 1993 als interdisziplinär zusammengesetztes und global repräsentatives Expertengremium eingerichtet. Ziel des Gremiums ist es, alle neuen ethischen Fragen der biologischen und medizinischen Wissenschaften angemessen beraten zu können. Er besteht aus 36 unabhängigen ExpertInnen.

Fünf Jahre später, 1998 wurde ein zweites Gremium, das zwischenstaatlichen Bioethik Komitee (Intergovernmental Bioethics Committee, IGBC) gegründet. Es besteht aus VertreterInnen aus 36 Mitgliedsstaaten, die auf Regierungsebene regelmäßig die Empfehlungen des IBC zu diskutieren.

Bioethik in Österreich

Österreichs langjährige aktive Teilnahme an den UNESCO-Bioethik-Programmen wie etwa dem Internationalen Bioethik-Komitee (IBC) und dem Zwischenstaatlichen Bioethik-Komitee (IGBC) ist für die internationale Vernetzung sowie den nationalen wissenschaftlichen Diskurs im Bereich der Biowissenschaften von großer Bedeutung.

Im Internationalen Bioethik-Komitee war Österreich zwei Mal (2012 – 2015, 2008 –2011) durch Dr. Christiane Druml vertreten. Seit 2015 ist sie Inhaberin des UNESCO-Lehrstuhls für Bioethik an der Medizinischen Universität Wien.