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Bildung 2030

Inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung für alle  
Foto: © Modell Foto: Colourbox.de

Bildung für alle

Auf dem Weltbildungsforum 2000 in Dakar hatten sich 164 Länder verpflichtet sechs Bildungsziele bis zum Jahr 2015 zu erreichen. Für die Umsetzung wurde das Aktionsprogramm "Bildung für alle" (Education for All / EFA)  ins Leben gerufen, für dessen Umsetzung die UNESCO im UNO-Umfeld federführend tätig war. Die Ziele lauteten:

 Ziel 1:   Die frühkindliche Bildung soll ausgebaut und verbessert werden, insbesondere für benachteiligte Kinder.

Ziel 2:   Bis 2015 sollen alle Kinder – insbesondere Mädchen, Kinder in schwierigen Lebensumständen und Kinder, die zu ethnischen Minderheiten gehören – Zugang zu unentgeltlicher, obligatorischer und qualitativ hochwertiger Grundschulbildung erhalten und diese auch abschließen.

Ziel 3:  Die Lernbedürfnisse von Jugendlichen und Erwachsenen sollen durch Zugang zu Lernangeboten und Training von Basisqualifikationen (life skills) abgesichert werden.

Ziel 4:   Die Analphabetenrate unter Erwachsenen, besonders unter Frauen, soll bis 2015 um 50 Prozent reduziert werden. Der Zugang von Erwachsenen zu Grund- und Weiterbildung soll gesichert werden.

Ziel 5:   Bis 2005 soll das Geschlechtergefälle in der Primar- und Sekundarbildung überwunden werden. Bis 2015 soll Gleichberechtigung der Geschlechter im gesamten Bildungsbereich erreicht werden, wobei ein Schwerpunkt auf der Verbesserung der Lernchancen für Mädchen liegen muss.

Ziel 6:  Die Qualität von Bildung muss verbessert werden.

 Die Umsetzung der EFA-Ziele wurde nur zum Teil erreicht, wie der UNESCO Weltbildungsbericht 2015 verdeutlicht. Zwar gehen heute rund 50 Millionen mehr Kinder in die Schule gehen als 1999, jedoch hat nur ein Drittel der Weltgemeinschaft hat die Bildungsziele erreicht. Lediglich in der Hälfte der Länder erhalten alle Kinder eine Grundschulbildung.

Vor diesem Hintergrund hat sich die internationale Gemeinschaft mit der Bildungsagenda "Bildung 2030" ein ehrgeizigeres Nachfolgeprogramm des Weltaktionsprogramms "Bildung für alle" auferlegt, bei dem die UNESCO ebenfalls federführend ist. Die Bildungsagenda ist integraler Bestandteil der Globalen Nachhaltigkeitsagenda (Sustainable Development Goals).